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Kurzer geschichtlicher Überblick

Südlich von Griechenland liegt die Insel Kreta. Diese kleine Insel war 1500 Jahre lang das Zentrum einer der ältesten Kulturen des Altertums. Wir nennen sie minoische Kultur, da der Herrscher Minos genannt wurde. In der ersten Periode der minoischen Kultur (3000 - 2000v.Chr.) drangen Indoeuropäer über Griechenland nach Kreta ein. In der mittelminoischen Periode (2000 - 1500 v.Chr.) begannen die Minoer mit intensivem Bau von Städten und Palastanlagen, z.B. Knossos, die um 1550 v.Chr. durch ein Erdbeben zerstört wurde. Hier spielte sich auch die Legende von Theseus und dem stierköpfigen Minotaurus ab.

Um 1400 v.Chr. übernahmen die Mykener vom griechischen Festland aus die Insel. Etwa 1200 v.Chr. überfiel der König Agamemmnon die syrische Küste und die Stadt Troja, was zu einer der bekanntesten Geschichten aller Zeiten führte, der Geschichte vom Trojanischen Krieg.
Etwa 700 v.Chr. kam es zur Gründung von Byzanz und der Einführung des modernen Alphabetes.
490 v.Chr. siegten die Griechen in der Schlacht bei Marathon über die Perser, bis im Jahre 338 v.Chr. Alexander der Große Griechenland besiegte.
Um Cristi Geburt gerieten die griechischen Staaten unter die Herrschaft der Römer.

Hunde in der Mythologie

Der griechische Halbgott Herkules, Sohn des Zeus und der Alkmene, musste, der griechischen Sage nach, auf geheiß des Orakels von Delphie, zwölf Aufgaben bewältigen. Die letzte Aufgabe bestand darin, in die Unterwelt hinab zusteigen, um den Höllenhund Cerberus ans Tageslicht zu holen. Dies gelang Herkules und er befreite zugleich Theseus aus dem Reich des Hade/Pluto, den Herrscher der Unterwelt. Doch beim Anblick des Cerberus erschrak Eurystheus (König vom Mykene) so über den Anblick des Tieres, dass er den dreiköpfigen Wachhund zurück an die Tore des Hades schickte.

Die Hunde in Hellas

Zunächst darf man davon ausgehen, dass fast alle auf der Seite der » Ägypter und » Mesopotamier genannten Hundetypen später auch in Griechenland vorkamen. Aussnahme mögen wohl die teckelähnlichen Haushunde und die Stöberhunde der Ägypter sein, die mit dem Verfall der ägyptischen Kultur wohl ausstarben.

Vorrangig bei den Griechen dürften wohl die mächtigen Kampfhunde und die zierlichen Schoßhunde gewesen sein.
Jagdhunde kamen vor, gehen aber wohl auf importe aus den ägyptischen und vorderasiatischen Raum zurück und wurden nicht gezielt gezüchtet*.

*Bei den Griechen kann auch bei den anderen Typen eigentlich nicht von einer gezielten Zucht die Rede sein. Zucht nach unserem Verständniss tauchte erst bei den » Römern auf.

Hirtenhunde

Jäger mit Jagdhund

Foto: Miguel Moreno

Ein wichtiger Hundetypus dürfte in den weiten ländlichen Gebieten der Hirtenhund gewesen sein. Vorrangig als Beschützer der Schafherden gegen Wölfe trat dieser Typ in allen Form- und Farbvarianten auf. Ihr Ursprung liegt in erster Linie im asiatischen Raum. Dieser Hundetyp hat sich im Laufe der Zeit wohl am besten seine Ursprünglichkeit bewart.

Aus diesem Enstanden wohl heutige Rassen wie z.B.: Komondor, Kuvasz, Kangal, Akbash,

Jagdhunde Griechenlands

Wie schon erwähnt war der Jagdhund in Griechenland nicht der bevorzugte Hundetypus. Neben den, vor allem wohl durch den Handel der Phönizier, ins Land gebrachten altägyptischen Laufhunden und asiatischen Bracken, scheint es auch einige wenige eigene Laufhundtypen gegeben zu haben. Zwei heute anzutreffende Rassen, die für sich in Anspruch nehmen ihren Ursprung in der Antike zu haben, scheinen der Hellenikos Ichnilatis und der Kritikos Ichnilatis zu sein. Letzt genannter soll schon der Jagdhund der Minoer vor 4000 Jahren gewesen sein.

Kampfhunde Griechenlands

Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) rühmt die Molosser: „In Molossis (siehe auch » hier) zeichnet sich eine Hunderasse, die als Beschützer der Herden dient, durch ihre Größe und unbändigen Mut gegen wilde Tiere und vor allen anderen Hunden aus“.

Die hier von Aristoteles angesprochenen Molosser waren wohl nichts anderes als die schon bei den » Mesopotamiern genannten ursprünglichen Mastiffs. Durch den immer stärker werdenden Handel am Mittelmeer, Kriege und Eroberungen verbreitete sich dieser Hundetyp über alle Länder des Mittelmeeres.
Die Abstammung heutiger Molosser dürfen wohl nicht mit diesen Hunden in Zusammenhang gebracht werden. Erst » die Römer züchteten systematisch und brachten große doggenartige Hunde von den Britischen Inseln mit nach Rom und kreuzten sie mit den einheimischen Rassen.

Molosser = Molossis

Das alte Molossis, von dem sich vermutlich der Name der Rasse, der Molosser ableitet ist ein Teil des Epirus und liegt an der nördlichen Westküste Griechenlands. Da Molossis ein Wallfahrtsort war haben sich damals die Hunde, oder auch nur der Name, über die pilgernden Gläubigen schnell im ganzen Land verbreitet.