Die Wiege der Menschheit
Quelle: Hemera
Jahrhundertelang wurde Afrika von den Europäern, weil Sie kaum etwas über diesen Teil der Erde wussten und auch nicht wagten Ihn zu betreten, nur als "dunkler Erdteil" betrachtet. Mit wenigen Ausnahmen am Mittelmeer und Ägypten blieb Afrika den Europäern lange verschlossen. Bis ins 16. Jahrhundert hinein glaubte man Afrikaner seien "Babaren" und Ungeheurer, "halb Mensch halb Tier". Heute wissen wir, dass in eben diesem Kontinent, die Wiege des modernen Menschen (Homo Sapiens) lag.
Hintergrund und Geschichte
Tansania /OstAfrika
Hecker etwa 1936
Die Hunde in Afrika
Tansania/ Afrika 1909-1912
Haushunde sind in allen deutschen Schutzgebieten (Kolonien) vorhanden. In neuerer Zeit hat man mit verschiedenem Erfolge Hunde europäischer Rassen einzubürgern versucht. In den Küstenländern von Togo und Kamerun werden kleine, an Foxterrier erinnernde Hunde mit langen aufrechten Ohren, feinen Läufen und geringeltem, kurz behaartem Schwanze als Schlacht- und Jagdhunde gehalten.
Dackel in Tansania - Daressalam
etwa 1907/1914
Im Hinterlande von Togo sieht man bei den Eingeborenen größere spitzschnauzige Tiere in mehreren Rassen, die aber ebensowenig genauer untersucht worden sind wie die schakalartigen Hunde in Adamaua und die Jagdhunde der Haussa.
Windhuk - Okamatangara , Namibia
Bukoba, Haya - Jagdhund
Die Hunde der Hottentotten haben spitze, aufrechte Ohren, struppiges, meist graues Fell und werden als Jagdhunde sehr gerühmt. Die Hunde der Eingeborenen von Deutsch-Ost-Afrika scheinen keiner einheimischen Rasse anzugehören und sind vielleicht in früheren Zeiten durch Inder, Araber und Portugiesen eingeführt worden. Eine besondere Rasse ist aus, Unjamwesi bekannt; sie sind mittelgroß, haben einen Ringelschwanz und ähneln den in Karagwe und Ruanda gehaltenen. Meistens ist ihre Farbe rotgelb, zuweilen mit weißen Abzeichen. Bei den Wahuma sollen windspielartige Hunde vorkommen.
Auszug aus dem Deutschen Koloniallexikon von 1920
Kamerun/ Afrika
Tesems in Afrika
Tesem-Typ?
Die älteste Darstellung von Hunden ist auf einem Gefäß der Negade-Kultur vom Ende de 4 Jahrtausends v.Chr. zu sehen. Auf dieser Darstellung führt ein mit Pfeil und Bogen bewaffneter Mann vier gleich aussende Hunde an der Leine. Wie man bislang weiß, handelt es sich bei diesem Hundetyp um sogenannte Tesems.
Dieser Hundetyp ist aufgrund seiner Statur eindeutig den Windhunden zuzuordnen und erinnert stark an den Slughi. Viele Windhunderassen wurden später importiert, wie der Saluki und Afghane. Die Abstammung unserer heutigen Windhunde ist nur schwer rekonstruierbar. Sicher ist aber, daß diese Hunde zu den ältesten vom Menschen gezüchteten Haustierrassen gehören.
Urtyp Basenji
etwa 1939 / OstAfrika
Eine weit verbreitete Rasse scheint in Ägypten (und in ganz Afrika) der Hundetyp Basenji gewesen zu sein. Diese sehr ursprüngliche Rasse wird auf vielen Stelen im Alten Reich abgebildet. Die Einsatzmöglichkeiten scheinen sehr weitreichend gewesen zu sein. Vom Begleiter bis hin zum Jagdhund auf kleineres Wild war alles möglich.
Oft waren diese Hunde in den menschlichen Siedlungen völlig auf sich alleine gestellt und fungierten als Reste und Kotvertilger. Es ist nicht ausgeschlossen das sich die Afrikaner auch dieser Vorzüge bedienten, da dieser Hundetyp oft unter dem Stuhl des Menschen dargestellt wurde.
© Fotos dieser Seiten wurden mir zur Verfügung gestellt vom Bildarchiv der deutschen Kolonialgesellschaft in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
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