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Rheinau

Die Halbinsel Rheinau liegt im Zürcher Weinland an der Grenze zu Deutschland.
Prähistorischer Siedlungsplatz, mittelalterliches Städtchen und Klosteranlage:

Die ältesten Spuren des Menschen im Gebiet um Rheinau datieren in die Mittelsteinzeit (9000-6000 v. Chr.), als nomadisierende Wildbeuter durch die Wildnis zogen und hier einen Lagerplatz errichteten.

Der keltische Gesellschaftshund von Rheinau

Ein nahezu vollständig erhaltenes Hundeskelett konnte 1994 bei Ausgrabungen in einer ehemaligen Keltensiedlung geborgen werden. Auf Grund der anderen Funde dieses ehemaligen Handwerkerviertels ist zu vermuten, dass dieser Kleinhund, wie andere Waren auch, aus dem Mittelmeerraum importiert wurde.

In spätlaténischen Siedlungen der Kelten (100 v.-100 n. Chr.) wurden, wie viele Ausgrabungen zeigen, Hunde unterschiedlichster Größe geschlachtet und gegessen. Diese „Speisehunden“ waren immer recht jung und erreichten kaum das Erwachsenenalter. Der Zustand dieses Hundes jedoch weist auf eine komplette Beisetzung hin. Es wurden weder Hieb- noch Zerlegungsspuren am Skelett entdeckt.

Zahnwechsel und Skelettwachstum waren beim Hund bereits abgeschlossen. Die Abnutzungserscheinungen der Zähne lässt ein Alter von etwa 24 bis 30 Monate vermuten.

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Ähnlichkeit mit einem Zwergpinscher?

Das erstaunlichste an dem Hund von Rheinau ist die große Übereinstimmung seines Schädels mit einem Schädel des heute lebenden Zwergpinschers. Auch der Unterkiefer der beiden sind sich erstaunlich ähnlich.

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Größe des Hundes

Interessant ist die Schulterhöhe dieses kleinen Kerls. Sie beträgt lediglich 27 Zentimeter am Skelett. Der lebende Hund dürfte somit etwa 30 cm Schulterhöhe gehabt haben. Der Vergleich von vielen Funden in der Schweiz und Süddeutschland zeigt, dass die durchschnittliche Schulterhöhe in diesen Gebieten etwa 45 – 55 cm betragen hat. Abweichungen nach oben und unten kamen vor, waren aber eher die Ausnahme. Übergrößen fand man noch nicht. Lediglich ein Fund aus Manching erreichte etwa 63 cm.